Wann ist genug?
Wie kann ich mich an der einen oder anderen Stelle entbehrlich machen? Wie kann ich Dinge besser organisieren? Und wie kann ich mich stärker auf die Aufgaben konzentrieren, bei denen meine Stärken zum Einsatz kommen? Diese Fragen haben mich angesichts meiner unterschiedlichen Unternehmen beschäftigt. Ich wollte genauer verstehen, wo ich selbst am meisten bewirken kann.
Ich bin Pharmazeut und Betriebswirt und seit über 20 Jahren in der Wirtschaftsberatung für Apotheken tätig. 2012 habe ich gemeinsam mit einem Studienkollegen eine eigene Apotheke übernommen. Da ich ursprünglich aus dem Leistungssport komme, war mir auch das Thema Prävention wichtig. Deshalb haben wir 2020 zusätzlich ein präventivmedizinisches Institut gegründet. Meine Aufgabenfelder sind vielseitig und sehr unterschiedlich. Diese Vielseitigkeit macht mir Spaß, bringt aber auch organisatorische Fragen mit sich.
Ich habe Vitus in einem Coaching kennengelernt. Er war nicht der erste Coach, mit dem ich zu tun hatte. Aufgefallen ist mir seine ruhige, aber zugleich sehr tiefgehende Art. Er stellt Fragen, bei denen ich zunächst denke: Das hat mich noch niemand gefragt. Worauf möchte er hinaus? Manchmal wird mir erst mit etwas Abstand klar, warum er genau diese Frage gestellt hat. Seine unaufgeregte Art hat mir von Anfang an gefallen. Laut heißt für mich nicht automatisch wirksam. Auch persönlich hat die Zusammenarbeit deshalb sehr gut gepasst und passt nach wie vor.
Ich habe einige Jahre professionell Triathlon gemacht. Auch wenn man grundsätzlich weiß, wie Schwimmen, Radfahren und Laufen funktionieren, gibt es immer Möglichkeiten, sich zu verbessern. So habe ich die Zusammenarbeit mit Coaches auch im beruflichen Umfeld immer gesehen: Jemand bringt einen neuen Blickwinkel ein und stellt Fragen, die ich mir selbst noch nicht gestellt habe. Obwohl ich selbst in der Beratung tätig bin, hilft es mir, wenn jemand von außen auf meine Situation schaut.
Bei den eigenen Unternehmen entsteht eine gewisse Betriebsblindheit. Man gestaltet Systeme und Prozesse so, wie man es für richtig hält. Deshalb finde ich es sinnvoll, diese Entscheidungen zwischendurch gemeinsam mit jemandem zu überprüfen, der neue Impulse und Ideen einbringt. Vitus versteht sehr schnell, worum es geht. Seine Fragen sind manchmal unbequem, doch sind es gerade die richtigen Fragen.
Durch die Zusammenarbeit habe ich gelernt, meine Selbstwirksamkeit genauer zu betrachten: Wo kann ich am meisten bewirken? Wo ist es sinnvoller, Aufgaben zu delegieren? Und wie kann ich mich an bestimmten Stellen entbehrlicher machen? Vitus unterstützt mich dabei, meine eigenen Antworten zu finden, und gibt mir zugleich konkrete Tools für die Umsetzung an die Hand. Diese Verbindung aus Reflexion und praktischer Unterstützung ist für mich besonders hilfreich.
Konkret haben wir uns mit meinem Ressourcenmanagement beschäftigt. Erfolg bedeutet für mich, körperlich und mental mit mir zufrieden zu sein und eine Balance zwischen Beruf, Partnerschaft und Familie zu finden. Damit das langfristig funktioniert, haben wir gemeinsam angeschaut, wie ich meine Ressourcen einsetze: Wo ist zu wenig, wo ist zu viel und wo ist es genug?
Aus dem Sport kenne ich das Streben, immer noch ein Stück besser zu werden. Deshalb ist die Frage „Wann ist genug?“ für mich besonders hilfreich. Sie unterstützt mich dabei, auch einmal festzustellen: Dieser Bereich ist in Ordnung, so wie er ist. Dadurch kann ich die Bereiche in den Blick nehmen, in denen es mehr sein dürfte, etwa die Zeit mit meiner Familie oder meiner Partnerin.
Vitus hilft mir, diese Fragen neutral zu betrachten und mich bei meinen Ressourcen besser zu orientieren. Dabei gibt er mir die Antworten nicht vor. Er stellt die Fragen, durch die ich selbst herausfinden kann, was zu meinen Zielen passt.
Wir arbeiten regelmäßig zusammen. So kann ich mit seiner Unterstützung meine Entwicklung immer wieder reflektieren. Für mich ist das ein gemeinsamer Weg, den wir schon eine Zeit lang gehen und auch weitergehen werden. Diese Form der Begleitung passt zu mir und unterstützt mich gut.
Ich empfehle Vitus, weil er mir auf eine angenehme, neutrale Art einen Spiegel vorhält und auch Dinge anspricht, die ich vielleicht nicht hören möchte. Nach der Reflexion lässt er mich mit dem Status quo nicht stehen. Er gibt mir konkrete Tipps und Tools an die Hand, mit denen ich nächste Schritte angehen kann. Was ich an ihm schätze, ist diese feine, unaufgeregte und trotzdem sehr tiefe Art der Begleitung: mit sehr wenig Lautstärke sehr viel Effekt.























